Menu

Die Quantifizierung der Erde

Wie weit ist es mit uns Menschen gekommen?


Der Wert von Mutter Erde: 300 Billionen Dollar

In unserer jüngeren Kultur schätzen wir Produktivität und individuellen Besitz. In der älteren Kultur schätzen die Menschen die Gemeinschaft. Die meisten »modernen« Menschen können sich eine Welt, in der Gemeinschaft wichtiger ist als Besitz, nur schwer oder gar nicht vorstellen, aber das ist die Art und Weise, wie ungefähr ein Prozent der Weltbevölkerung immer noch lebt, und wie alle Ihre und meine Vorfahren vor hunderttausend Jahren gelebt haben.

1997 veröffentlichte eine Gruppe von dreizehn Forschern die Ergebnisse einer Untersuchung, bei der sie den Wert aller »Umweltgüter« auf dem Planeten quantifiziert hatten. Vom Umfang der Krabbenernte in Louisiana bis hin zu dem Preis, den Leute für den Zugang zu einem See, einem Korallenriff oder anderen Naturschönheiten zu zahlen bereit waren, hatten sie alles zusammengestellt und waren zu dem Schluss gekommen, dass die Naturgebiete auf unserem Planeten etwa 300 Billionen Dollar wert waren.

Daß jemand auch nur daran denkt, die Erde mit einem Preisschild zu versehen, ist ein deutliches Zeichen dafür, wie weit es mit uns gekommen ist. Darin zeigt sich eine Geisteshaltung, die besagt, daß die Welt nur für uns da ist und nur in dem Maße von Wert ist, in dem wir sie bereits nutzen oder nutzen können. Aus dieser Perspektive sind »natürliche Ressourcen« nur dann wirklich eine »Ressource«, wenn sie von Menschen verwertet werden können.

Viele Menschen teilen diese Sichtweise. Von denen, die behaupten, der Planet sei ein sich selbst stabilisierendes lebendes System, bis zu jenen, die argumentieren, wir brauchten mehr unberührte Natur, damit die Camper und Rucksacktouristen genügend Wälder hätten, lautet die implizite Botschaft, dass wir Ökosysteme schützen müssen, weil sie für die Menschen von Wert sind, entweder direkt oder in ästhetischer Hinsicht.

Während Sie diese und nachfolgende wichtigen Zeilen lesen, lassen Sie die Symphonien der Natur auf sich wirken:

Ort der Kraft – Wildental

Moderne Sklaven

Im Gegensatz zu den Menschen, die in Stammesgesellschaften leben, gibt es in unserer modernen Gesellschaft nur wenige Leute, die sich auch nur annähernd »frei« fühlen. Wir sind moderne Sklaven, Gefangene der »Sklavenhalter« unserer Kultur. Diese Sklavenhalter benutzen als Ketten Hypotheken, die wir der Bank schulden, Kredite fürs neue Auto, unbezahlte Rechnungen, Grundsteuern fürs Eigenheim und viele andere mehr oder weniger subtile Formen ökonomischer und kultureller Druckmechanismen, um uns den größten Teil unserer Lebenszeit zu rauben und für ihre Zwecke zu verwenden.

Als Resultat kennt fast jeder in der modernen Gesellschaft irgend jemanden, der Beruhigungsmittel nimmt oder zu viel Alkohol trinkt; Fernsehsucht ist so verbreitet, daß sie zum Zerfall traditioneller sozialer Gruppen und Vereine führt, und unsere Kinder versinken in einem Meer von Schmerz und Verwirrung, was in den letzten dreißig Jahren zu einer Verdoppelung der Selbstmordrate von Teenagern geführt hat.

Sklaven wissen, daß sie Sklaven sind, ganz gleich, mit welchen Worten man ihre Sklaverei beschreibt. Und sie werden immer versuchen, der Sklaverei zu entkommen, sei es durch zunehmend stärkere Drogen, durch zunehmend intensivere Formen der »Unterhaltung« oder durch psychopathisches oder gewalttätiges Verhalten.

Wir müssen anfangen, unseren Kindern und unseren Bürgern beizubringen, wie man nach einer wahrhaftigeren Geschichte der Welt sucht, und wir müssen sie ermutigen, nach der Wahrheit der Gegenwart zu suchen. Nur dann können wir wieder eine Verbindung zu unserer Vergangenheit herstellen und so damit beginnen, eine größere persönliche Identität, kollektive Identität und kollektive Verantwortlichkeit zu schaffen.

Auf der Grundlage dieses neuen Gefühls dafür, wer wir sind und wo wir in der Welt hingehören, werden die Dinge, die wir zu tun haben, um einen Beitrag zur Rettung der Welt zu leisten, erkennbar und machbar; ohne diese Perspektive erscheinen sie uns überwältigend und undurchführbar.

Bei meinen diesbezüglichen Untersuchungen und Überlegungen bin ich zu dem Schluß gekommen, daß wir von den Angehörigen der älteren Kulturen wichtige Lektionen lernen können. Vielleicht sind das tatsächlich die Lektionen, die unsere Welt retten werden …

Die Sichtweise der indigenen Völker

Die alten Kogi-Indianer Kolumbiens blicken auf die Bergkette der südamerikanischen Sierra Madre, der Großen Mutter allen Lebens, und sehen, dass, während die Mutter den Menschen einen Platz gewährt hat, ihre »jüngeren Brüder« unserer jüngeren Kultur nun dabei sind, die Mutter selbst zu zerstören. Unsere Flugzeuge, die am Himmel kreuzen, stechen sie wie zahllose Nadeln; mit unseren Bergbau-Ausrüstungen graben wir uns in ihr Fleisch und zerren ihre Eingeweide heraus; wir bohren uns tief in sie hinein und entziehen ihr über unsere Wasser- und Ölquellen die Flüssigkeit; wir werfen ihr Ruß und Müll und Rauch ins Gesicht und auf den Körper.

Die Kogi haben Botschafter ausgesandt, um der modernen Welt mitzuteilen, dass sie entsetzt sind von dem, was sie sehen: Wir sind dabei, die Mutter allen Lebens zu töten.

Man kann die Natur auch anders sehen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, halten ältere Kulturen an der fundamentalen Überzeugung fest, daß wir uns von der Natur nicht unterscheiden, nicht getrennt von ihr sind, nicht verantwortlich für sie sind und weder höher noch tiefer stehen als die natürliche Welt. Wir sind ein Teil von ihr.

Was immer wir der Natur antun, tun wir uns selbst an. Was immer wir uns selbst antun, tun wir der Welt an. Die meisten älteren Kulturen haben nicht die Vorstellung einer von uns getrennten »Natur«: Alles ist eins mit uns, und wir sind eins mit allem.

Heilkräuter: Salbei

Unser ausgebrannter Planet

Wie konnte der Mensch in die erschreckende Lage geraten, dem Boden, der Luft und den Lebensformen der Erde irreversiblen Schaden zuzufügen und damit sich und kommenden Generationen die Lebensgrundlage zu entziehen?

In seinem Buch »Unser ausgebrannter Planet – Von der Weisheit der Erde und der Torheit der Moderne« verfolgt Hartmann den Gang der Menschheitsgeschichte über die Jahrtausende hinweg zurück. Was er dabei zum Vorschein bringt, ist eine ganz andere Welt als die, die wir kennen. Denn es gab eine Zeit, da die Menschen sich als Teil der Natur verstanden und in Kooperation mit den anderen Kreaturen der Erde zu leben wußten. Und darin liegt Hartmanns Botschaft der Hoffnung: Noch ist die Sehnsucht des Menschen nach einer Wiedervereinigung mit der Welt um ihn nicht erloschen. Noch können die alten Mythen zu neuem Leben erweckt und die Erinnerungen an das Wissen unserer Vorfahren wachgerufen werden.

»Unser ausgebrannter Planet« verbindet auf brillante Weise Spiritualität und Ökologie. Wenn es uns wieder gelingt, den Geist alter Bäume zu spüren und die Göttlichkeit der Natur um uns wahrzunehmen, werden wir auch erkennen, daß es nicht unsere Bestimmung ist, diese Natur, deren Teil wir sind, zu beherrschen. Mit dieser Erkenntnis werden wir unsere Rolle im Ökosystem neu bestimmen und den Weg aus der Krise in eine bessere Zukunft finden.

Thom Hartmann, Unser ausgebrannter Planet, Jhrg. 2000, riemann-verlag.de

Das Buch gebraucht erhältlich bei Amazon: Unser ausgebrannter Planet: Von der Weisheit der Erde und der Torheit der Moderne

Neu erhältlich bei Kopp-Verlag (siehe Hinweis am Schluss dieses Artikels)

Online lesen >>>>

Blume des Lebens

Die Wurzel unserer Krankheit

Im Jahre 1954 – so lange ist es tatsächlich schon her – haben die britischen Zellbiologen Williamson und Pierce nach dreißig Jahren medizinischer Forschung, die von der Peckham Foundation gefördert wurde, erklärt, die Menschheit sei zu einem Krebsgeschwür am lebenden Körper der Erde geworden, und sie haben vorhergesagt, da die Erde und ihre Bewohner eine einzige lebendige Symbiose darstellen, würden sich Krebskrankheiten in der menschlichen Bevölkerung epidemisch ausbreiten. Ihre Prognosen und Empfehlungen waren wenig geeignet, das Wachstum der britischen Industrie oder gar der Vereinigten Staaten zu fördern, und sie wurden völlig ignoriert.

Schon lange brauchen wir eine neue Sichtweise der Problematik und eine Darstellung der himmelschreienden Fakten, die so überzeugend ist, daß sie für sich selbst sprechen. Und genau das präsentiert uns Thom Hartmann hier:

Er macht uns deutlich, daß die Verarmung und der Verfall der menschlichen Spiritualität die Wurzel unserer Krankheit ist, eine Entwicklung, die sich bereits über Jahrtausende erstreckt, und daß nur ein neues kulturelles Selbstbild und Weltbild uns retten kann.

Wir hören zwar bis zum Erbrechen vom »wissenschaftlichen Paradigmenwandel«, aber nur die Wiederentdeckung eines sehr alten Paradigmas, bei dem es um die Heiligkeit des Alltagslebens, die Heiligkeit jeder Lebensform, von der lebendigen Erde über die Menschen bis zu allen anderen Lebewesen geht, kann die Wende bringen. Und diese Vorstellungen werden uns nicht durch das Fernsehen oder die Computertechnologie vermittelt.

Vorwort im Buch von Joseph Chilton Pearce

Heilsteine – Shiva Lingam

Bitte sagen Sie ja

Sie haben gerade eins der wichtigsten Bücher gelesen, die Sie je in Ihrem Leben lesen werden.

Und weil Sie dieses außergewöhnliche Buch bis hierhin gelesen haben, gehören Sie zu den Menschen, auf die es ankommt. Sie sind einer von denen, die eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung unserer Zukunft auf diesem Planeten spielen. Vielleicht haben Sie sich selbst noch nicht in dieser neuen Rolle gesehen, aber wenn Sie bis hierher gekommen sind, dann ist sie Ihnen damit aufgetragen worden.

Auf diese Art funktioniert das Leben und das Universum. Auf diese Weise spricht Gott mit uns allen. Zunächst werden wir mit Daten und Fakten konfrontiert – eine Mitteilung. Dann werden wir aufgefordert, gedrängt oder gezwungen, die Informationen aufzunehmen, die Mitteilung zu empfangen. Und schließlich entscheiden wir, wer wir in bezug auf diese Mitteilung sind.

Das ist es, was Sie jetzt gerade tun. Sie entscheiden, wer Sie wirklich sind in bezug auf diese unglaublich wichtige Information, die Sie gerade aufgenommen haben. Und nun, ganz gleich, wie Ihre Entscheidung ausfällt, werden Sie eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung unserer Zukunft auf der Erde spielen.

Wenn Sie beschließen, diese Information zu ignorieren, werden Sie eine bestimmte Art von Zukunft mitgestalten. Wenn Sie beschließen, entsprechend zu handeln, werden Sie eine andere Art von Zukunft mitgestalten.

Sie können sich dieser Rolle nicht verweigern. Sie wissen zuviel. Als ich dieses Buch gelesen hatte, wußte ich, daß mein Leben nie wieder so sein würde wie zuvor. Ich konnte mich selbst als Teil des Problems oder als Teil der Lösung sehen, aber ich konnte nicht mehr vorgeben, das alles hätte nichts mit mir zu tun.

Was dieses Buch hier betrifft: Zitieren Sie es überall. Kaufen Sie zehn Exemplare und verschenken Sie sie. Lassen Sie diesen Aufruf nicht ungehört verhallen.

Vielleicht fühlen Sie sich wie ein Rufer in der Wüste, aber es ist Ihre Stimme, auf die wir gewartet haben. Ihr Votum ist maßgebend. Sie sind der entscheidende Faktor. Wir erreichen die kritische Masse, wenn wir Sie erreichen – und wenn Sie beschließen, andere zu erreichen – mit der einfachen Botschaft dieses Buches: Wir sind alle eins.

Neale Donald Walsch, Autor von „Gespräche mit Gott

Das Mädchen, das die Welt zum Schweigen brachte

Heute ist sie Umweltaktivistin, Kulturbotschafterin, Referentin, Fernsehmoderatorin und Autorin. Außerdem, Aufsichtsratsmitglied der Haida Gwaii Higher Education Society und der David Suzuki Foundation sowie Initiatorin zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte. Sie betont die Bedeutung kultureller Werte und Erfahrungen für die Erarbeitung konkreter Lösungen und fördert den Dialog über gesellschaftliche Grundwerte und Gestaltung einer Nachhaltigen Entwicklung. Eigene Kinder hat sie heute auch.

Aktuelle Berichte - Zustand der Erde

„Wir sind im Begriff, den Regenwald aufzuessen“: Im 34. Bericht des Club of Rome warnt die Organisation vor dem Verlust tropischer Regenwälder. In Südostasien habe sich die Entwaldung beschleunigt, es seien bereits Urwälder von der Größe Indiens verschwunden. In Brasilien spitzt sich die Situation momentan zu.
> www.sueddeutsche.de


Kriminelle Abholzung fürs globale Agro-Business: Tropen-Wälder verschwinden, um Platz zu schaffen für Ackerland. Und damit für den Konsum deutscher Verbraucher. Die Hälfte der Rodungen ist illegal, belegt eine Studie. > www.zeit.de


Fast alle Menschen auf dem Land und in der Stadt ¬haben inzwischen das Ackergift ¬Glyphosat im Körper. Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. In den Ställen verenden Tausende Rinder. Die Landwirte kämpfen in ihren Beständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlgeburten, missgebildeten Kälbern. Und: Sie erkranken selbst. >> Film


„Deepwater Horizon“ ist immer noch Naturkatastrophe: Die Explosion der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im April 2010 löste eine beispiellose Naturkatastrophe aus. Bis heute („015) kämpfen Mensch und Natur mit den Nachwehen. >> stern.de


Infoblatt „Die größten Ölkatastrophen 1979 – 2010
Ölpest 2015: Die Strände auf den Kanaren werden schwarz: >> netzfrauen.org


2050 wird kein einziger Wald mehr übrig sein. Uganda ist als grünes, fruchtbares Land am Äquator bekannt – bisher. Es droht ein folgenschwerer Kahlschlag des Regenwalds. >> tagesanzeiger.ch


Mai 2016 >> Millionen toter Fische als Vorboten einer größeren Naturkatastrophe?


September 2016 >> Insektensterben – Auf der Wiese wird es still


 

Das wirkliche DU

Rise up - Erhebe dich


Buch NEU erhältlich bei Kopp-Verlag:


 

Verwandte Artikel:

>> Frequenzwechsel

>> Mutter Erde: Unbegrenzte Liebe, aber nicht unbegrenzte Energie

>> Der Ruf der Erde

>>

Bild: Rike – pixelio.de

Loading